Skip to main content

Lens shift / Keystone Korrektur

 

Der Keystone Effekt – was ist das?

Für das menschliche Auge erscheint ein Bild als optimal, wenn alle Seiten gleich lang beziehungsweise gleich hoch sind. Wird das auf eine Beamerprojektion umgelegt, bedeutet das, dass der Beamer so aufgestellt werden muss, dass er parallel zur Projektionswand steht und sich das Beamerobjektiv genau in der Mitte der zu bewerfenden Bildfläche befindet. Leider finden wir diese Idealbedingungen nur selten vor, da der Beamer, wenn er auf einem Tisch oder Regal steht, unterhalb der Bildmitte zu stehen kommt oder sogar an der Decke montiert werden soll und damit immer schräg nach unten projizieren muss.

Steht der Beamer zu weit unten, fällt das Bild zu uns her und die obere Seite ist länger als die untere (ein Trapez entsteht). Projiziert er von der Decke, erscheint das Bild, als würde es nach hinten umkippen, sprich, die obere Bildkante ist kürzer als die untere. Denselben Effekt können wir auch bei den Seitenrändern des projizierten Bildes beobachten, wenn der Apparat zwar waagrecht richtig steht, aber zu weit rechts oder links von der Mitte platziert ist. Erscheinen die Bilder in dieser Optik, spricht der Fachmann vom Keystone oder Trapez Effekt. Ein Begriff, der aus dem Bauwesen übernommen wurde, wo der letzte Stein, der einen Bogen halten musste, als „Schlüsselstein“ bezeichnet wurde und entweder kegel- oder trapezförmig war.

 

Keystone-Korrektur

 

Korrekturmöglichkeiten – Welche gibt es?

Um den Keystone Effekt zu beseitigen werden verschiedene Techniken verbaut.

 

  • Ist der Beamer mit einer Lens shift Funktion, im Deutschen Linsenverschiebungsfunktion,
    ausgestattet, lässt sich das Objektiv in seinem Beamergehäuse sowohl in der Höhe als auch zur Seite verstellen. Dies geschieht entweder händisch mit einem Stellrad oder mechanisch über die Fernbedienung, oder dem + und – Knopf am Gerät. Da bei einer Korrektur mit der Lens shiftFragezeichen Funktion nur das Objektiv betroffen ist, und das Bild selbst nicht bearbeitet wird, kommt es zu keinem Auflösungsverlust.
  • Muss auf die manuelle oder digitale Keystone Korrektur des Beamers zurückgegriffen werden, geht dies immer mit einem Verlust kleinster Bilddetails Hand in Hand. Denn bei der Keystone Korrektur des Bildes wird die längere Seite bei gleichbleibender Auflösung einfach zusammengedrückt und die Informationen des zusammengeschobenen Ausschnittes fallen weg oder werden fehlerhaft nachverpixelt. Auch mit einem Lichtstärkeverlust ist, durch den digitalen Ausgleich, im betroffenen Randbereich zu rechnen.

 

Gerätehersteller bieten in den meisten Geräten nur eine Keystone Korrektur (Lens shift Funktion) für die Vertikale an, teurere Beamer haben auch schon eine horizontale Keystone Korrektur eingebaut.

 

Die günstigste Variante ohne Lens shift ist, die Projektionswand zu verstellen, sodass das projizierte Bild im 90° Winkel auftreffen kann, vorausgesetzt, die Aufstellhöhe befindet sich genau mittig. Hat man diese Möglichkeit nicht, und möchte keinen Bilddetailverlust in Kauf nehmen, sollte über ein kostspieligeres Modell mit zusätzlichem Lens shift nachgedacht werden.

 

Unser Fazit:

Grüner HakenSoll der Beamer ein mobiles Gerät sein, das für Präsentationen mit Standbildern oder Kurzvideos an verschiedenen Orten genutzt wird, ist die Keystone Korrektur vollkommen ausreichend. Diese Beamer sind günstiger, haben aber kein gestochen scharfes Bild, wenn der optimale Aufstellpunkt nicht gegeben ist.

Wird der Beamer an einem fixen Ort montiert und als Heimkino genutzt, solltest du dich für ein teureres Gerät mit Lens shift entscheiden, einmal die Linse ausrichten und immer ein reines, unverpixeltes Bild genießen.